GmbH oder UG? Die richtige Rechtsform für Ihr Startup
Ein umfassender Vergleich der beiden beliebtesten Kapitalgesellschaften in Deutschland. Erfahren Sie, welche Rechtsform zu Ihrem Gründungsvorhaben passt.
Dr. Thomas Weber
Einleitung
Die Wahl der richtigen Rechtsform ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Unternehmensgründung. In Deutschland sind die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) und die UG (Unternehmergesellschaft) die beliebtesten Optionen für Gründer.
Was ist der Unterschied?
Die GmbH
Die GmbH ist die klassische Kapitalgesellschaft in Deutschland. Sie bietet:
- Stammkapital: Mindestens 25.000 Euro
- Haftungsbeschränkung: Nur das Gesellschaftsvermögen haftet
- Reputation: Hohe Akzeptanz bei Geschäftspartnern und Banken
Die UG (haftungsbeschränkt)
Die UG, auch "Mini-GmbH" genannt, ist ideal für Gründer mit wenig Startkapital:
- Stammkapital: Ab 1 Euro möglich
- Ansparpflicht: 25% des Jahresüberschusses müssen zurückgelegt werden
- Umwandlung: Kann später in eine GmbH umgewandelt werden
Kostenvergleich
| Posten | GmbH | UG |
|---|---|---|
| Stammkapital | 25.000 € | ab 1 € |
| Notarkosten | ca. 800-1.500 € | ca. 300-600 € |
| Handelsregister | ca. 150 € | ca. 150 € |
Unsere Empfehlung
Für die meisten Startups empfehlen wir:
Starten Sie mit einer UG, wenn das Kapital knapp ist, und wandeln Sie sie später in eine GmbH um, wenn das Unternehmen wächst.
Fazit
Beide Rechtsformen haben ihre Berechtigung. Wichtig ist, dass Sie Ihre individuelle Situation analysieren und gegebenenfalls einen Steuerberater oder Rechtsanwalt konsultieren.